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Stadtentwicklungskonzept (STEK) - Fortschreibung 2005/06

Zur Rolle der Stadtentwicklungsplanung

Stadtentwicklungskonzept Titelbild

1996 wurde vom Gemeinderat das Stadtentwicklungskonzept 2050 (STEK 2050/96) diskutiert und beschlossen. In diesem Konzept wurden, ähnlich dem aktuell vorliegenden Entwurf, alle räumlich relevanten, langfristigen Entwicklungsperspektiven und –potentiale in einem Plan­werk zusammengeführt. Eine wesentliche Entwicklungsprämisse war eine umwelt-schonende und nachhaltige Entwicklung. Das Planwerk zeigt langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für das Wohnen, Gewerbe und Verkehr auf.

Das STEK 2050/96 war bisher eine wichtige strategische Zielvorgabe für die räumliche Ent­wicklung und eine wesentliche Planungsgrundlage im besonderen für den FNP 2020. Es hat sich gezeigt, dass mit diesem informellen Planwerk Entscheidungen z. B. zum Grunderwerb, zu Flächenentwicklungen, zu Standort- und Straßenplanungen deutlich schneller getroffen werden konnten, weil wichtige planerische Abstimmungen bereits im Vorfeld auf Ebene der Stadtentwicklungsplanung erfolgt waren. Da das STEK 2050 vom Gemeinderat als Entwick­lungsziel beschlossen und veröffentlicht wurde, konnte eine hohe Planungssicherheit für Bürger, Maßnahmenträger und die Stadtverwaltung erreicht werden.

Notwendigkeit einer Fortschreibung

Auf Grundlage des STEK 2050 wurden bisher Einzelkonzepte z. B. zu den Themen Wohnen (Wohnbaulandbericht), Verkehr (Fuß- und Radwegekonzept) oder Freiraum (Spielplatzkonzept) dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Im besonderen beim Wohn­baulandbericht wurde deutlich, dass dieser Bericht und die daraus abzuleitenden Ziele und Maßnahmen regelmäßig fortzuschreiben sind, soll eine nachfragegerechte Entwicklung er­reicht werden. Aber auch bei anderen Themenfeldern wie Verkehr, Arbeiten/Gewerbe, Versor­gung/Einzelhandel verändern sich die Rahmenbedingungen kontinuierlich.

Die wirtschaftliche Entwicklung (lokal, regional, global), der demographische Wandel, ein gesellschaftlich bedingter Wertewandel oder auch sich verändernde Umweltbedingungen sind Faktoren, die sich direkt oder indirekt auf die Entwicklung der Stadt auswirken. Gegenüber 1996 haben sich die Rahmenbedingungen und damit die mittel- bis langfristigen Perspektiven insbesondere im Bereich Demographie, Wirtschaft und Umwelt im Vergleich zu 1996 deutlich verändert.

Das STEK 2005/06 beschreibt auf Basis der aktuellen Situation und vor dem Hintergrund heutiger Prognosen, eine sinnvolle räumlich-funktionale Entwicklung der Stadt. Darüber hin­aus formuliert es themenbezogen Ziele und zeigt Handlungsfelder auf.

Das STEK 2005/06 als dynamisches Planungsinstrument

Wir verstehen Stadtentwicklungsplanung heute als ein dynamisches Planungsinstrument, das auf Basis einer kontinuierlichen Raumbeobachtung die Zielerreichung bilanziert und die Ziele regelmäßig verifiziert. Es ist beabsichtigt, die aus den Zielen abgeleiteten Leitpläne und Pro­gramme in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und an die neue Situation anzupassen. Gegebenenfalls ergeben sich neue Handlungsfelder oder bisher verfolgte Ziele müssen korri­giert werden. Themenabhängig sollen deshalb in Zukunft regelmäßig Fortschreibungen von Einzelplänen erfolgen. Weil sich die Rahmenbedingungen kontinuierlich verändern, werden die Aussagen zu den Themen Wohnen und Arbeiten häufiger anzupassen sein, als zum Thema Erholung/Freiraum. Die Verwaltung wird in Zukunft regelmäßig, aber in unterschiedlicher Häufigkeit, Fortschreibungen zu Einzelthemen in die politische Beratung einbringen. Mit dem vorliegenden STEK 2005/06 soll die Basis für diese Vorgehensweise gelegt werden.

Stadtentwicklungskonzept Methode 2Methodik bisher: Auf der Grundlage von Prognosen wurden Zielvorgaben bezogen auf einen festgelegten Zeitpunkt formuliert.
 
 

 

 

Methodik heute: Auf der Grundlage von Prognosen werden Zielvorgaben formuliert, die auf der Basis einer kontinuierlichen Raumbeobachtung an sich ändernde Entwicklungen angepasst werden (dynamischer Planungsprozess).

 

Stadtentwicklungskonzept Fortschreibung 2005/06:

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Herr Dipl.-Ing. Christian Kuhlmann
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